Aufhebungsvertrag verstehen
Ein Aufhebungsvertrag beendet Ihr Arbeitsverhältnis im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber — sofort und meist endgültig.
Was ein Aufhebungsvertrag wirklich ist
Ein Aufhebungsvertrag ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Anders als bei einer Kündigung kommt das Ende nicht einseitig — es ist Ihre eigene Zustimmung, die den Vertrag wirksam macht.
Genau diese Zustimmung hat Folgen: Sie verzichten in der Regel auf den Kündigungsschutz, und die Agentur für Arbeit kann das als selbstverschuldete Arbeitslosigkeit werten.
Wann ein Aufhebungsvertrag sinnvoll sein kann
Ein Aufhebungsvertrag ist nicht grundsätzlich schlecht. Sinnvoll ist er, wenn Sie ohnehin gehen wollen, eine neue Stelle in Aussicht steht und der Arbeitgeber im Gegenzug eine angemessene Abfindung zahlt. Auch eine bezahlte Freistellung kann ein echter Vorteil sein.
Was Sie vor der Unterschrift prüfen sollten
- Die Höhe der Abfindung — und ob sie verhandelbar ist.
- Den Beendigungszeitpunkt im Verhältnis zur ordentlichen Kündigungsfrist.
- Das Risiko einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.
- Den Wortlaut des Arbeitszeugnisses.
- Versteckte Klauseln — Verfallklauseln, Wettbewerbsverbote, Verschwiegenheit.
Sie dürfen Zeit nehmen
Niemand kann Sie zwingen, sofort zu unterschreiben. Sie dürfen den Vertrag mitnehmen, prüfen lassen und nachverhandeln. Druck im Personalgespräch ist kein rechtlicher Grund zur sofortigen Zustimmung.